Algen sind als Nahrungsmittel wahre Alleskönner - Algen sind in der Küche vielseitig einsetzbar, verfügen über einen erstaunlich breit gefächerten Nährstoffgehalt und werden ökologisch verträglich kultiviert und geerntet. Und natürlich sind Algen kulinarisch betrachtet äußerst wertvoll. Liebhaber der japanischen Küche kennen und schätzen Algen - vor allem als Umhüllung der beliebten Sushi-Rollen sind die aus getrockneten Nori-Algen gefertigten Blätter bekannt. Nirgendwo werden mehr Algen konsumiert als in Japan. Aber auch in Europa haben Algen als Nahrungsmittel eine lange Tradition. In Wales kommen Algen seit Jahrhunderten als Laverbread, das schwarze Brot aus dem Meer, auf den Tisch. Mehrere Stunden werden die Algen dazu aufgekocht und gelieren zu einer breiartigen Masse, die in Hafermehl gerollt und dann gebraten wird. Zusammen mit Schinken und Muscheln werden die Algen als nahrhaftes Frühstück bei Walisern geschätzt. Schließlich haben Algen neben dem Genussfaktor einen hohen ernährungstechnischen Wert: sie sind reich an Proteinen, Ballaststoffen, ungesättigten Fettsäuren der Omega-Familie, Vitaminen und Mineralien. Zahlreiche Ernährungswissenschaftler prophezeien der Alge einen wesentlichen Platz in unserer künftigen Ernährung - Anlass genug, jetzt erste Gerichte mit Algen in der heimischen Küche auszuprobieren.